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27. Oktober 2020
Sanierung eines denkmalgeschützten Speichers
In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz des Kantons Solothurn war Bandi Bau AG an der Sanierung eines der ältesten Gebäude im Bucheggberg beteiligt: In Aetigkofen wurde ein Speicher mit Baujahr 1539 komplett restauriert.

Die bestehende Holzkonstruktion im oberen Bereich des Speichers wurde durch Zimmerleute gerichtet und zum Teil mit neuen Balken ersetzt. Im Natursteinkeller kam das Fachwissen der Bandi Bau AG zum Einsatz. Zuerst behandelten wir den ganzen Stein mit einem Sandsteinverfestiger, um ihm eine bessere Stabilität zu geben. Danach konnten wir die fehlenden Fugen neu verfüllen und die ausgebrochenen Steine im Mauerwerk ersetzen. Beim Eingang erstellten wir eine neue Flügelmauer.

Die grösste Herausforderung an diesem Objekt war jedoch das Restaurieren des Natursteingewändes bei der Kellertür. Dieses sollte möglichst so aussehen wie der bestehende, alte Stein. Dazu haben wir in mehreren Schichten den Stein aufgesetzt, mit verschieden farbigen Mörteln den Farbton erstellt und zuletzt mit dem Stockhammer die Oberflächenstruktur rekonstruiert. So passt die neue Mauer optisch perfekt zur vorhandenen alten Mauerwand – für den Laien ist der Unterschied kaum sichtbar.

Bei diesem spannenden und herausfordernden Projekt konnten wir unser spezielles handwerkliches Können einsetzen. Für einmal waren nicht alltägliche Lösungen gefragt. Dank der Expertise und der guten Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Partner erhielt der Speicher eine dauerhafte Stabilität, ohne dabei seinen ursprünglichen Charakter zu verlieren.

Auszug aus dem Heft „Archäologie und Denkmalpflege im Kanton Solothurn“ 23 2018:

Buchegg, Gemeindeteil Aetigkofen, Speicher Schulgässli 4

Bei dem am Kielbogen-Türsturz 1539 datierten Speicher handelt es sich um den ältesten datierten Speicher des Bezirks Bucheggberg… Der Speicher wurde 1942 als Speicher «Dick» unter kantonalen Denkmalschutz gestellt.

Das Dach des Speichers war vor der letzten Sanierung in den frühen 1980er Jahren in einem sehr schlechten Zustand, denn beide Seitenwände waren durch Wassereintritt partiell stark geschädigt. Wie historische Aufnahmen zeigten, war der Speicher zudem ursprünglich mit dem bisherigen Teilwalmdach gedeckt. Im Rahmen der Restaurierung stellte man das Satteldach, das dem Gebäude im Ortsbild eine viel grössere Präsenz gibt, wieder her. Auch die rustikal wirkenden Lauben wurden in den ursprünglichen Zustand zurückgenommen. Wo nötig, reparierten die Zimmerleute das Holzwerk. Bei den verfaulten Seitenpartien mussten sie die Hälblinge teilweise ersetzen. Die jüngeren seitlichen Dachverlängerungen wurden entfernt, das beschädigte Kellerportal repariert und das Mauerwerk gesichert. Ermöglicht wurde die Sanierung durch das Engagement der Eigentümer sowie durch Beiträge von Pro Patria und der Denkmalpflege von Bund und Kanton.

 

Bauleitung und Eigenleistungen: Werner Isch und Bernhard Wyss, Aetigkofen

Mollet Holzbau AG, Unterramsern

Dachdeckerarbeiten: Heinz Aebi, Limpach

Maurerarbeiten: Bandi Bau AG, Aetigkofen

Kantonale Denkmalpflege: Markus Schmid

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